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26. Tag des neuen Jahres 3021

Le suilon Laylia, mellon!


Das Leben in Minas Tirith geht weiter wie bisher. Von Seiten der Orks erfolgte immer noch kein Angriff. Es scheint, als würden sie wie friedliche Nachbarn in Osgiliath leben, doch ist es nicht sicher welch heimtückischen und zerstörerischen Plan sie haben.
Einige Bürger haben sich gegen den Befehl des Königs, ihrer Arbeit wieder nachzugehen, wiedersetzt und halten sich weiterhin in ihren Verstecken auf. Dagegen kann man nichts machen, sagte Gandalf und Aragorn belies es dabei.

Nun komme ich endlich dazu, dir wieder einmal zu schreiben. Es ist nicht so, dass die letzten Tage ziemlich stürmisch waren, aber Boromir hat meine Zeit arg in Anspruch genommen.
Die letzten zwei Tage verbrachte ich fast nur an Boromirs Seite. Niemals hätte ich gedacht, dass er so ein liebevoller und zugleich rauer Mensch sein kann.
Den 24. Tag des neuen Jahres, verbrachten wir damit, durch ganz Minas Tirith zu reiten. Zu erst zeigte er mir die Stelle, an der er und Faramir als kleine Kinder immer gespielt hatten. Danach ritten wir an die Stelle, an der er mich das erste mal gesehen hatte. Ich konnte mich noch genau an diesen Ort erinnern, denn es war der Ort, an dem ich auch Faramir das erste mal sah. Sicher wusste Boromir davon, aber er lies es sich nicht anmerken.
Es war ein wunderschöner Ort, dass fand ich auch schon damals. Der Garten der Königsfelsen, nannte man ihn und er wurde vor etlichen Jahren von reicheren Handelsleuten im 3. Ring angelegt. Wahrlich ein wunderschöner Garten und selbst der Ringkrieg konnte ihm nichts anhaben. Leicht versteckt, nur durch einen fast unsichtbaren Eingang zu betreten, lag er inmitten Häuser und Handelsläden. Ich hatte ihn damals nur durch einen dumme Zufall betreten. Damals wie heute war ich so ein alberner Narr und lieferte mir mit ein paar Gleichaltrigen eine Hetzjagd durch Minas Tirith. Auf einmal stand ich vor dem versteckten Tor. Durch meine Neugierde und Abenteuerlust gepackt, konnte ich gar nicht anders, als hinein gehen. Es war damals einer der schönsten Orte, die ich je gesehen hatte. Überhaupt gab es in Minas Tirith jeden Tag etwas Neueres zu entdecken, welches immer noch schöner als das vorherige war.
Wenn du einmal hier bist, werde auch ich dich in den Garten der Königsfelsen führen. Es ist ein Schauspiel der besonderen Art und ich glaube, selbst ihr wählerischen Elben würdet euch dort sehr wohl fühlen.
Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich den weißen Weg an der Felswand entlang folgte. Es war der einzige und er führte mich an einer steilen, felsigen Wand vorbei, auf deren harten Gestein die Ebenbilder der vergangenen Könige eingehauen waren. Es mussten Hunderte von Leuten gewesen sein, die dies Meisterwerk erschufen, denn es wurde selbst die kleinste Falte eines Mantels der Könige nicht vergessen. Wahrlich ein Augenöffner, gar keine Frage um es mit Sam Gamdschies Worten zu sagen.
Der Weg führte mich zu einen kreisrunden Platz, der rundum mit Felsen eingezäunt war. Inmitten des Platzes hatten die Leute einen kleinen Park angelegt in dem man Wandern, Erzählen oder sich auch einfach nur zur Ruhe finden konnte. Der Felszaun war ebenfalls behauen und man konnte auf der rechten Seite, die gesamte Karte von Mittelerde erkennen und auf der anderen Seite, eine perfekte, in Stein gehauene Miniatur Minas Tiriths. Auch konnte ich es mir nicht nehmen lassen, einen kleinen Spaziergang durch den Park zu machen.
Es waren nur ein paar Schritte, die ich lief bis ich an eine Stelle kam, an der ebenfalls kreisrund kleine Bänke an den Bäumen angebracht waren. Sicher müssen auch Elben an der Errichtung dieses Parks mitgearbeitet haben, denn es erinnerte mich nur allzu sehr an die Bauart der Flets in Lothlórien. Ich sah mich um und auf einer der Bänke saßen zwei Männer Gondors. Damals hatte ich schon ein sehr starkes Gefallen an den Männern, die den Weißen Baum auf ihrer Uniform trugen.
Ich setzte mich auf die Bank gegenüber, so dass ich die beiden in meinen Blickfeld hatte und zog meine Pfeife heraus. Leider hatte ich kein Pfeifenkraut dabei und somit steckte ich sie, verärgert über meine Nachlässigkeit, wieder weg. Als ich wieder zu den beiden sah, bemerkte ich, dass sie auf den Weg zu mir waren. Einer der beiden lächelte mich freundlich an und reichte mir ein wenig Pfeifenkraut von seinem.
"Es scheint, als hättet Ihr kein Pfeifenkraut bei Euch, holde Maid! Hier, nehmt welches von meinem, es ist genug für uns beide da."
Dankend nahm ich es an. "Habt Dank, mein Herr. Aber sagt mir, mit wem habe ich die Ehre?"
"Ich bin Boromir und das hier ist mein kleiner Bruder Faramir!" stellte er sich und seinen Bruder vor.
Ich staunte nicht schlecht. Boromir und Faramir waren mir wahrlich ein Begriff, waren sie doch die Söhne vom Herrn Denethor, dem Truchsess von Gondor, doch gesehen hatte ich sie noch nie, umso mehr überraschte es mich, sie gerade hier, an diesen Ort zu treffen.
Ich verneigte mich vor ihnen, so wie es sich gehörte, wenn man jemand obersten Ranges vor sich hatte.
"Ich bitte um Entschuldigung, meine Herren, aber ich wusste nicht, dass Ihr es seid. Ich bin selten in Minas Tirith und kenne mich noch nicht all zu gut hier aus."
Mir fiel auf, dass der jüngere der beiden, ziemlich ruhig und zurückhaltend war, das gefiel mir besonders. Faramir strahlte etwas liebenswertes, edles, dennoch aber auch einen großen Kampfgeist aus. Sein Bruder aber war draufgängerisch und rein gar nicht schüchtern.
"Dafür, dass Ihr Euch noch nicht all zu gut hier auskennt, habt Ihr aber dennoch den geheimen Eingang zu den Königsfelsen gefunden!" hörte ich Faramir sagen und ich war überrascht, dass er überhaupt etwas sagte.
"Oh, das war mehr ein Zufall! Bitte entschuldigt, dass ich den Garten betreten habe!" Mir kam der unangenehme Gedanke, dass dieser Garten vielleicht nur für die Leute höheren Ranges gedacht war und entschuldigte mich.
"Ach, lasst es gut sein, Schildmaid. Ich bin froh, dass Ihr hier seid, so können wir ein wenig erzählen. Lasst uns ein wenig gehen!" donnerte Boromir los und zeigte auf den Weg, der wieder in den Park hinein führte.
"Aber nun verratet uns, wer Ihr eigentlich seid!" sprach Faramir, aber er sah mich dabei nicht an. Sicherlich ein Zeichen seiner Zurückhaltung.
"Ich bin Laielenwen, eine Waldläuferin. Ich verweile momentan in Minas Tirith, da ich auf einen Freund warte. Wir wollen durch die Wälder Ithiliens ziehen. Ich habe gehört, sie sollen mit die schönsten Mittelerdes sein."
"Ha ha, wohl wahr! Doch sind sie bei weitem nicht so schön wie Ihr, meine Dame!" sagte Boromir verwegen.
Ein kleines Lächeln konnte ich mir nicht verkneifen, doch war es Faramir, für den mein Interesse galt. Nur leider war es sehr schwer an ihn heran zu kommen und ich versuchte es über Boromir. Wenn ich mich mit ihm gut verstände, würde ich mich mit seinem kleinen Bruder sicher auch gut verstehen. Für wahr, nicht gerade die edelste Art, aber ich denke, die Männer halten es genauso.
Wir liefen nur ein kurzes Stück, bis ein Bote zu uns eilte und die Nachricht überbrachte, dass Faramir schnellstens zu seinem Vater kommen solle.
"Er gönnt uns nicht mal ein Stündchen Ruhe!" sagte Boromir und klopfte seinen Bruder auf die Schulter.
"Bis nachher!" antwortete Faramir und ging davon.
"Aber ich hoffe, dass Ihr noch Zeit und Lust habt, ein wenig Spazieren zu gehen?" fragte mich Boromir.
"Ja gewiss doch!" antwortete ich ihm.
"Ihr seid also eine Waldläuferin? Das klingt interessant. Ich bin der Wächter des Weißen Turms, wenn es Euch etwas sagt. Aber nun erzählt, wer ist Euer Freund, den Ihr hier erwartet?"
"Sein Name ist Aragorn, besser bekannt als Streicher."
"Aragorn?" fragte Boromir nachdenklich. "Von diesen Namen habe ich noch nie etwas gehört!"
"Er ist ebenfalls Waldläufer, so wie ich."
"Nun denn, ich hoffe er hat zwei wache Augen, was Euch betrifft, denn es würde mich fürchten daran zu denken, dass so eine schöne Frau, wie Ihr es seid, von Orks überfallen wird."
Ich lächelte ihn an und zeigte auf mein Schwert. "Ich kann mich wahrlich selbst verteidigen. Ich trage die Klinge Ithúriel, ein Erbstück meiner Familie!"
"Ein schönes Schwert, was Ihr da bei Euch tragt, doch hoffe ich dennoch, dass Ihr es nie benutzen braucht. Woher kommt Ihr?"
"Ich komme aus Nimgond, einer Stadt am Pinnath Gelin, kurz vor der Bucht Anfalas."
"Ich kenne Nimgond. Für wahr, ein kleines, ruhiges Städtchen."
"Ja, es ist nach den weißen, felsigen Ausläufern des Weißen Gebirges benannt. Ward Ihr jemals dort, mein Herr?" Ich sah Boromir an.
"Ich bin nur einmal durchgeritten, als ich mit meinem Vater unterwegs war. Damals ist er öfter mit mir und Faramir unterwegs gewesen, doch nun verlässt er den obersten Ring fast gar nicht mehr. Er schließt sich stundenlang in seinem Zimmer ein und starrt in dieses Palantír... Aber lasst uns über andere Dinge sprechen, als über meinen Vater!" Er stockte kurz, als er von Denethor sprach, erzählte dann aber normal weiter.
Noch eine ganze weile plauderten wir, bis auch er seinen Dienst nachgehen musste.

Das war also der Tag, an dem ich Faramir und Boromir das erste mal gesehen hatte und nun stand ich wieder hier. Es war ein eigenartiges Gefühl. Mir schien, als wäre dieser Tag nicht länger als ein Monat oder weniger her, doch waren es ganze 5 Jahre!
Ich staunte, dass diesmal viel mehr Leute hier waren als damals. Sicher suchten sie die Ruhe und Geborgenheit eines solchen Meisterwerkes.
Wir setzten uns auf die selbe Bank, auf der auch ich damals saß und erzählten bis tief in die Nacht hinein. Zwischendurch küsste mich Boromir mehrmals, aber es schien ihm nicht zu stören, dass die Menschen um uns herum uns entsetzt anstarrten.

Gestern wurde ich zum König eingeladen. Er gab ein herrliches Festmahl, dessen Anlass die Rückkehr Boromirs und der Besuch von Legolas und Gimli war. Wir gedachten den Hobbits, denen wir alles zu verdanken hatten und bedauerten, dass sie nicht mit da waren. Auch bedauerte ich, dass Faramir nicht teilnehmen konnte. Boromir ging es ebenso.
Jaromir, der vorgestern schon von seinen Auskundschaftungen zurück kam, war auch anwesend, hielt sich aber versteckt im Hintergrund auf.
Es war ein berauschendes Fest und auch Gimli konnte es nicht lassen, Legolas erneut zu einem Wetttrinken heraus zu fordern. Natürlich gewann wie immer dein Bruder, aber dies war auch gut so, denn außer ihm fand sich keiner, der den betrunkenen Zwerg in sein Zimmer schleppen wollte.
Das Fest war auch endlich eine Gelegenheit, mein wunderschönes Elbenkleid zu tragen.
"Ich traue meinen Augen nicht, bist du das wirklich, Lai? Ich habe dich noch nie in solch einen wunderschönen Kleid gesehen!" empfing mich Boromir.
"Ich mich auch nicht mein Lieber!" antwortete ich und sah ihn frech an.

Was den heutigen Tag betrifft, so kann ich dir noch nicht all zu viel berichten, denn es ist gerade kurz nach Sonnenaufgang. Für heute habe ich mir vorgenommen, die Festung zu verlassen. Aragorn hatte zwar ausdrücklich verboten, die Feste zu verlassen, aber ich werde es trotzdem tun. Wenn ich noch länger in dieser Stadt sitze, drehe ich durch. Mir fehlt die Freiheit, dass zu tun, was ich gerne machen will. Heute nun werde ich selbst auskundschaften, welch Plan die Orks wohl haben.
Ich glaube nicht, dass Boromir es gut heißen würde, wenn ich allein gehe. Sicher würde er mitkommen wollen. Aber es geht nicht, ich hoffe, du verstehst es wenigstens.

Dann werde ich meine Aufzeichnungen für heute beenden.

Cuio annan, lye Laielenwen
1.5.06 08:34
 


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