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13. Tag des letzten Monats im Jahre 3020 des 3. ZA

Mae govannen, holde Elbenmaid Laylia!


Gestern war die Vermählung von König Éomer und seiner Frau Lothíriel. Es war ein prächtiges Fest, aber ich hielt es angemessen nur zum Abendmahl zu gehen. Zu den Gästen gehörten König Elessar und seine Frau Arwen, sowie Faramir und Éowyn und noch ein paar andere Leute aus Gondor höheren Ranges.
Ich fühlte mich überhaupt nicht wohl während des Mahls, denn Faramir saß mir schräg gegenüber.
Ich war unendlich froh, als die Feier sich langsam dem Ende neigte. Die meiste Zeit stand ich bei Aragorn und Éomer, die eifrig über die Kriegsführung mit den Südländern und Ostlingen plauderten.
Aber glaube mir, irgendwann wird auch mir das zuviel, denn die Kerle fingen immer mehr zu Fantasieren an und hatten die unglaublichsten Ideen...
Gegen Mitternacht zog ich mich dann in mein Zimmer zurück und es dauerte nicht lange bis ich einschlief.

So, es ist jetzt gerade Vormittag und in ein paar Stunden werde ich mich wieder auf den Weg nach Gondor machen. Zuerst werde ich nach Minas Tirith reiten um dort ein paar Geschäfte zu erledigen. Eigentlich wurde mir angeboten, mit dem König zu reiten, aber dazu hatte ich wahrlich keine Lust. Sicher kannst du dir denken, warum, meine liebe Laylia!

(2 Stunden später)
Gerade eben habe ich mich von dem frisch vermählten Brautpaar verabschiedet. Der Zwerg war auch wieder mit dabei und hatte wie immer kein Benehmen. Zum Glück war Legolas an seiner Seite, der ihn immer wieder mal mit einen kleinen Hieb in die Seite zur Vernunft brachte.
Aragorn fragte mich ein zweites mal, ob ich denn nicht lieber mit ihm nach Minas Tirith reiten wolle, doch ich bleibe bei meinem Vorhaben. Allein komme ich schneller voran, denn ich möchte in 3 Tagen Minas Tirith erreichen.

Nun werde ich für das erste deinen Brief schließen und ihn den Boten übergeben. Hoffentlich erreicht er dich bald.

Namarié lye Laielenwen
21.4.06 17:33


Minas Tirith, 16. Tag des letzten Monats im Jahre 3020

Mae govannen, Laylia, mellon nin!


Gegen Abend habe ich heute endlich Minas Tirith erreicht. Leider werde ich auch hier nicht lange bleiben, denn ein Bote hat mir heute die Nachricht gebracht, dass ich doch zum Jahreswechsel zu meinen Eltern nach Nimgond kommen soll. Wahrlich eine unüberlegte Idee! Gerade dieser Tag ist in Minas Tirith viel aufregender und es gibt doch nichts besseres als den Jahreswechsel in der Hauptstadt Gondors zu feiern. Ich werde mal sehen, was sich einrichten lässt, vielleicht kommen sie ja auch hier her. Aber genug Belangloses, nun möchte ich dir erst mal von meinem Ritt berichten.

Gegen Nachmittag des 13. Tages hatte ich mich, wie schon berichtet, auf den Weg nach Minas Tirith gemacht. Anfangs war das Wetter noch gut, die Wärme der Sonne war einfach herrlich und ich konnte die warmen Strahlen auf meiner Haut deutlich spüren, doch dann, als es langsam dämmerte, schlug auch das Wetter um. Dunkle Wolken zogen auf und ich musste mir einen regensicheren Unterschlupf für die Nacht suchen. Da ich mit so was bereits gerechnet hatte, ward ich am Rande des Weißen Gebirges entlang geritten und demnach war es ziemlich einfach eine kleine, aber sichere Höhle zu finden.
Kurz vor Mitternacht, als ich zur Ruhe kommen wollte, hörte ich plötzlich seltsame Geräusche. Es klang wie wildes Getrampel und auch Rotfuchs scharrte wild mit seinen Hufen. Ohne Zweifel, mussten dass da draußen Orks gewesen sein, man hörte es an der ungehobelten Sprache und an der Art wie sie miteinander umsprangen.
Zum Glück war die Höhle groß genug, so dass auch Rotfuchs drinnen genug Platz hatte. Nun stell dir mal vor, Laylia, ich hätte den armen Kerl draußen stehen lassen! Das wäre sicherlich nicht gut für ihn gewesen und für mich ebenso.
Ich musste großes Glück gehabt haben, denn die Orks haben sich wohl nicht so besonders in der Ostfold ausgekannt, denn sonst hätten sie sicher auch mein Versteck gefunden. Nun lag ich dort drin und versuchte für ein paar Stunden zu Ruhen und draußen rasteten Orks. Wahrlich keine schöne Nacht!

Am Morgen des 14. Tages wachte ich auf und stellte mit Erstaunen fest, dass ich trotz der Orks ziemlich tief geschlafen haben musste. Ich nahm mein Schwert zur Hand und wagte mich vorsichtig zur Höhle hinaus, doch konnte ich draußen keinen mehr erblicken. Die Stelle, an der die Orks gerastet hatten, war wahrlich leicht zu finden, denn überall lagen abgefressene Fleischreste und Knochen herum, auch konnte ich eine abgebrannte Feuerstelle entdecken.
Da die Asche schon ziemlich kalt war, mussten die Orks wohl schon sehr Früh aufgebrochen sein. Ich frage mich nun, was sie wohl vorhaben? Nach dem Spuren zu urteilen, sind sie Richtung Westen, nach Edoras gelaufen, aber ich denke nicht, dass sie eine Bedrohung darstellen. Wäre ich gestern nicht so schrecklich müde gewesen, hätte ich sicher einen nach dem anderen erschlagen.

Der zweite Tag verlief ohne Zwischenfälle. Unterwegs begegnete ich ein paar Boten und einer kleinen Gruppe Rohirrim, die auf der Suche nach einer Horde Orks waren. Bei einer kleinen rast erzählte ich ihnen von meiner Begegnung und sie waren sehr dankbar für meine Hilfe. Da ich meinen Tabak unterwegs irgendwo verloren haben musste, schenkten sie mir als Zeichen der Freundschaft ein kleines Paket ihres vorzüglichen Pfeifenkrautes. Die nächste Rast legte ich erst gegen Abend ein, denn ich wollte die Nacht, so gut wie es ging durch reiten.

Heute Früh, bei Sonnenaufgang musste ich dann aber doch noch eine kurze Rast einlegen, denn Rotfuchs ging es ganz und gar nicht gut. Es schien, als musste er sich während der Nacht eine Wunde am Knöchel zugelegt haben, doch wusste ich nicht woher. Von weitem sah man schon die Festung, doch war sie nichts weiter, als ein kleiner Punkt am Horizont und noch Meilen entfernt.
Wie ich dir bereits am Anfang dieses Briefes berichtet hatte, hatte ich die Feste gegen Abend erreicht. Nun ist es Mitternacht und ich bin überaus darüber erfreut, wieder hier zu sein. Ich gebe zu, dass mir die Weiße Stadt doch gefehlt hat, obwohl ich ja sonst auch immer unterwegs war.
König Elessar und seine Frau Arwen werden übermorgen erwartet. Sicherlich werde ich ihn dann gleich aufsuchen um ihn von den Orks zu berichten. Es ist nicht gut, wenn dieser Tage noch solch Ausgeburten Saurons durch die Wälder ziehen
Ansonsten werde ich mich in den nächsten Tagen etwas ausruhen. Ich habe beschlossen, dass ich morgen meinen alten freund Daervorin besuchen werde. Schon lange habe ich ihn nicht mehr gesehen und gern will ich wissen, wie es ihm geht. Damals kämpfte er Seite an Seite mit mir auf den Pelennorfeldern und seit dem Moment waren wir gute Freunde.
Es ist auch langsam an der Zeit, dass ich mir einen Mann suche, doch leider ist mir bisher noch nicht der richtige begegnet. Zu sehr denke ich immer noch an Faramir und ich glaube nicht, dass sich das die nächste Zeit ändern wird.
Ach liebste Laylia, wenn doch nur Boromir noch leben würde... den hätte ich mit Sicherheit genommen. Edel ist sein Charakter und auch Schwächen hatte er, wahrlich eine gute Partie!

Nun, für heute werde ich meine Aufzeichnungen beenden. Es ist bereits nach Mitternacht, aber dennoch werde ich mich jetzt gleich noch auf die Suche nach einen Boten machen. Sicherlich lungern welche in der Gaststube nebenan herum und warten auf einen Auftrag.

Lebt wohl, Elbenmaid!
21.4.06 20:34


1.Tag nach der Jahreswende 3021, 3. ZA

Mae govannen Laylia, mellon nin!!!


Ich bedauere es sehr das wir uns auf der Jahreswende-Feier nicht gesehen haben, hatte mich doch schon so sehr auf unser Zusammentreffen gefreut. Nun ja, seltsame Dinge geschehen zur Zeit und es macht mir Sorge deine Briefe zu lesen.
Der Grund weshalb wir uns nicht gesehen haben, war der, dass ich mich mit Mithrandir in einen einzelnen Raum zurückgezogen hatte. Er meinte, es gäbe wichtigere Dinge als mit einer Freundin über irgendwelche gondorianischen Kerle zu sprechen. Nun ja, das ist wahrlich der Gandalf, den wir kennen, nicht wahr meine Liebe?
Er berichtete mir davon, dass er sich bald auf den Weg gen Westen macht und er wird nicht allein gehen. Mir blieb der Atem stehen!!! Laylia, meine Liebste, Frodo, der Ringträger soll mit ihm gehen!!! Dieser kleine, starke Habling der ganz Mittelerde vor dem Bösen gerettet hat. Mithrandir meinte, dass es allerdings noch ein Geheimnis sei und ich es nicht weiter erzählen soll. Aber ich denke, dir kann ich vertrauen, wir haben uns wahrlich schon genug Geheimnisse einander anvertraut.

Aber nun will ich erst mal davon berichten, was bei mir in den letzten Tagen geschehen ist. Mein Besuch bei dem alten Freund erwies sich als sinnlos. Wie kann die Zeit einen Menschen so verändern. Ich hatte ihn stets als freundlichen, zuvorkommenden und hilfsbereiten Soldat Gondors im Sinne, doch nun ist er nichts weiter als ein jammerndes Frack. Es ist schrecklich welch Veränderung der Krieg in einem Menschen hervorrufen kann. Ich war froh als der Besuch beendet war. Abends bin ich dann noch in die Gaststube „Zum weißen Turm“ eingekehrt um die ganze Abscheu mit einen Krug Bier hinunter zu spülen.
Ich setzte mich an einen Tisch ganz vorne und hatte somit Einblick auf die gesamte Gaststube. Es war das übliche. Männer kamen nüchtern hinein und torkelten vom Bier die Sinne berauscht wieder hinaus. Ein ganz normaler Alltag in Minas Tiriths Gaststuben, dennoch war irgendetwas anders. Ich bemerkte schnell, das ich beobachtet wurde. Ein finsterer Kerl, der sein raues Gesicht unter einer schwarzen Kapuze versteckte, starrte ständig in meine Richtung und zog dabei angsteinflössend und zugleich geheimnisvoll an seiner Pfeife.
Ich tat so, als ob ich ihn nicht bemerkte, aber aus den Augen lies ich ihn nicht, denn nichts ist schlimmer als eine Waldläuferin die nicht auf der Hut ist.
Und dann geschah es in einem abgelenkten Moment, gerade als der Gastwirt (der mich nur allzu sehr an den vergesslichen Butterblüm aus dem tänzelnden Pony erinnert), zu mir kam um meinen leeren Krug zu holen. Als er weg war, sah ich in die Ecke und der finstere Kerl war verschwunden. Ich hätte dem Gastwirt den Kopf abschlagen können deswegen. Ich sah mich um und da sah ich ihn. Er stand an der Theke und redete mit der Bedienung und sie schauten in meine Richtung. Gerade als sich meine Blicke mit denen des Finsteren trafen, schaute ich weg. Ich reagierte blitzschnell, warf meine Kapuze über und verschwand im Dunkel.
Ich beschloss zum Hause des Königs zu gehen um Aragorn einen kleinen Besuch abzustatten. Wie du weißt, ist es ein ganzes Stückchen vom dritten Ring in den ersten zu gelangen, aber es tat mir gut an der frischen Luft zu laufen. Dann im zweiten Ring hörte ich Schritte hinter mir, die sich unaufhaltsam näherten. Instinktiv lief ich auch schneller, doch die Schritte holten mich ein. Als ich mich kurz umdrehte, bemerkte ich, dass mich der Kerl aus der Gasstube verfolgte.
Mir blieb nichts anderes übrig als mich ihm entgegenzustellen. Achtsam blieb ich stehen und drehte mich rum, natürlich mit einer Hand an meinem Schwert. Dann stand der Kerl vor mir und zog seine Kapuze ab. Nun, im leichten Licht der Straßenlaternen sah er gar nicht mehr so finster aus, sondern eigentlich recht freundlich. Dennoch blieb ich achtsam und fragte wer er ist und was er von mir wolle. Sein Name war Ingold und er war ein Soldat Gondors, der im Ringkrieg auf den Pelennorfeldern gekämpft hat. Ein Freund!
Auf die Frage, warum er mich denn verfolge, meinte er, er könne es mir zu dem jetzigen Zeitpunkt noch nicht verraten. Genau sagte er:

„Die Zeit wird kommen, in der Ihr erfahrt, welch Schicksal Euch ereilt. Habt Geduld.“

Man könnte meinen, es ist ein Satz von Mithrandir, aber das scheint es nicht zu sein. Wir unterhielten uns noch eine Weile über dies und das, denn ich dachte, dass ich dabei mehr über diese geheimnisvolle Sache rauskriegen würde. Unter anderen erwähnte ich auch Dich, meine Liebe, und er sagte mir, dass er dir demnächst einen Brief senden wolle. Und nun frage ich dich, ist dieser bereits bei dir angekommen?
So schnell wie er mir hinterher eilte, so schnell war er auch wieder verschwunden und seine letzten Worte waren nur: „Das nächste mal sehen wir uns, wenn ich es für richtig halte. Lebt wohl.“
Nun ja, seit dem habe ich diesen Fremden nicht mehr in Minas Tirith gesehen.

Aber nun zu wahrlich freudigeren Ereignissen.
Ich hatte vor ein paar Wochen einen Boten zu der Schneiderin, die du mir empfohlen hattest, in den Düsterwald geschickt. Heute habe ich Antwort bekommen und sie berichtet mir, dass mein Kleid die nächsten Tage bei mir eintreffen wird. Ach, wie ich mich darauf freue, endlich ein so schönes Elbenkleid zu besitzen wie du sie schon seit je her trägst.
Ich werde dir ein Bild zeichnen lassen und es dir von einen Boten überbringen lassen, wenn wir uns schon nicht sehen können. Was hältst du davon?
Es sind nur noch ein paar Wochen bis zum Rat der Könige in Minas Tirith und ich kann es schon kaum erwarten, zu diesem Anlass mein neues Kleid zu tragen. Die Leute werden sehr überrascht sein, mich, die sie nur als Waldläuferin kennen, mit zerschlissener Kleidung. Ich wünschte du könntest mit deinem Vater am Rat teilnehmen. Soweit wie ich hörte, kommt Prinz Legolas auch.

Nun, für heute werde ich meine Aufzeichnungen erst mal beenden. Es graut schon der Morgen und ich habe wenig Zeit zum Ruhen, denn ich habe mir für die nächsten Tage vorgenommen, die Wälder Ithiliens zu durchstreifen. Ein Bote weiß darüber Bescheid und versucht so gut es geht mich aufzufinden.

Namarié
le Laielenwen
21.4.06 21:11


Ithilien, 8. Tag des neuen Jahres 3021 3. ZA

Alae Laylia, mellon nin!


Heute Früh im Morgengrauen habe ich mich nun auf den Weg zu dir gemacht. Mittlerweile dämmert es schon und ich komme nicht besonders gut voran.
Eigentlich wollte ich ja auf schnellstem Wege den verbotenen Weiher erreichen, doch was mir gerade eben geschehen ist, zwingt mich zu einer kurzen Rast, bin ich doch allzu sehr außer Atem!

Du hattest recht, etwas Böses ist im Anmarsch und ich bitte dich vielmals um Entschuldigung, dass ich es dir anfangs nicht glauben wollte. Nun bin ich davon überzeugt, denn auf meinem Wege zu dir sah ich seltsamen Rauch über Mordor. Ich dachte, die schlimmen Zeiten seien nun für ewig vorbei, doch war es sicher nur ein Wunschdenken meinerseits.

Aber nun zu dem Grund meiner Rast.
Gerade als ich den geheimen Weg zum Weiher einschlagen wollte, hörte ich Kampfgeräusche. Ich hörte einen Mann, der „Meigol am!“ rief. Dies ist elbisch, du weißt das, und ich nahm an, dass es sich um einen Elben handelte. Ich hörte Pfeile, die durch die Luft flogen und quiekende Geräusche, als sie ihre Ziele trafen.
Langsam und leise näherte ich mich der Kampfstelle und beobachtete das Ganze aus einer sicheren Entfernung. Doch es waren keine Elben, die ich dort sah. Es war eine Gruppe Waldläufer, die sich gegen eine Horde Orks verteidigte. Dieser Kampf schien aussichtslos, denn aller paar Minuten kamen stetig mehr Orks angerannt, darunter auch die Ausgeburten Sarumans, die Uruk-Hai, doch die Waldläufer gaben nicht auf.
Ich überlegte, ob ich in den Kampf eingreifen sollte, waren es doch schließlich Gleichgesinnte, die in Schwierigkeiten waren. Doch ich kam nicht zum Ausführen meines Vorhabens, denn jemand hielt mir eine Klinge an die Kehle. Jemand flüsterte mir elbische Worte und die der gemeinsamen Sprache ins Ohr: „I rinc hen u-vaer! Selbst ein Schwerhöriger hätte euch hören können!“
Als ich mich herumdrehte sah ich eine dunkle Gestalt vor mir, deren Kapuze tief ins Gesicht gezogen war. Es schien, als wollte er nicht erkannt werden.
Genau in diesem Moment kamen die Waldläufer angerannt. Die Orks hatten eine Übermacht und es war hoffnungslos sich ihnen zu stellen. Ich nutzte diese Gelegenheit, drehte mich blitzschnell zur Seite und rannte weg. Aus jeder Richtung kamen Orks und Uruks und ich war nur darauf bedacht ungesehen diese Gegend zu verlassen. Ich bemerkte aber recht schnell, dass ich verfolgt wurde, denn ich hörte jemanden „Daro! Die Straße ist zu gefährlich! Si dartho! Andelu i ven!”
Als ich mich herumdrehte, sah ich, dass es dieser Waldläufer war und ich wunderte mich, dass er hinter mir herlief, sind doch seine Männer in eine ganz andere Richtung gelaufen.
Ich kann dir nicht sagen, wie lange ich gelaufen bin und in welche Richtung, aber nach einer Weile wurde ich langsamer und der Waldläufer holte mich ein.
Auch ziemlich außer Atem, fasste er mich am Arm und brachte mich damit zum stehen. „Warum lauft Ihr davon? Seht Ihr denn nicht, ich bin ein Freund!“ sagte er mit einer rauen aber zugleich sorgenden Stimme. Ich antwortete leicht schnippisch: „Was wollt Ihr von mir? Warum seid Ihr hinter mir her gelaufen und was waren das für Orks? Ich verstehe das alles nicht mehr. Und außerdem, wer seid Ihr? Zeigt Euer Gesicht!“
„Für wahr, Schildmaid, das sind viele Fragen und Wünsche auf einmal. So lasst uns eine Rast machen, dann werde ich Euch alles erzählen, was Ihr wissen wollt!“ antwortete er und ich war erstaunt, was für eine beruhigende Klangfarbe seine Stimme annahm. Es war nichts mehr von dieser rauen Stimme zu hören, in der er anfangs gesprochen hatte.
Wir suchten uns einen kleinen Rastplatz, der tief im Gebüsch versteckt war. Er richtete eine kleine Feuerstelle ein und mit den Worten „Boe tolthad ´lad an i naur.“ verlies er das Lager.

Leicht verwirrt lehnte ich mich an einen Baum und kramte das Langrundblatt hervor, dass ich stets mit mir herumtrug. Nachdem ich ein paar mal an meiner Pfeife gezogen hatte, kam der Waldläufer auch schon wieder und zündete das Feuer an. „I ´lad naura vaer.” sagte er und zeigte auf das Holz. Als Zeichen, dass ich ihn verstand antwortete ich ebenfalls auf elbisch: „I naur ´wanatha.“
Erstaunt sah er mich an: „Ihr versteht die Sprache der Elben?“ Ich lächelte und erzählte ihm, dass ich schon immer ein Freund der Elben gewesen bin und auch dass du, die Prinzessin des Düsterwaldes zu meinen engsten Freundeskreis zählst.

„Prinzessin Laylia? Die Schwester von Legolas? Wahrhaft eine wunderschöne Elbenmaid.“ Ich konnte ein Lächeln aus seiner Stimme heraus hören und ich fand es war nun Zeit, dass er mir endlich sein wahres Ich zeigte. Als ich ihn aufforderte sein Gesicht zu zeigen, tat er das ohne weiteres und ich wünsche mir nun, zu diesem Zeitpunkt, dass ich es niemals erfahren hätte.

Mein Gesichtsausdruck muss wahrhaft lächerlich gewesen sein, als er seine Kapuze langsam vom Kopf zog. Ich traute meinen Augen nicht und stammelte nur irgendwelche Wortfetzen zusammen: „A...a..aber, wie... wie kann das sein? ... Ich ... ich meine, mein Herr, wie ist es möglich, dass Ihr hier seid und nicht in Eurem Anwesen?“
Leicht verwirrt starrte er mich an und es war sichtlich zu erkennen das mein Gesicht errötete. Entweder tat er nur so oder meine Reaktion schien ihm wirklich nicht zu interessieren, jedenfalls sagte er: „Mein Name ist Jaromir, ich bin Waldläufer und ebenfalls ein guter Freund der Elben. Auch ich wuchs im Düsterwald auf. Elben haben mich großgezogen. Daher kenne ich auch Frau Laylia.“
„Jaromir? Aber seid Ihr nicht Faramir? Der Truchsess von Gondor?“ fragte ich und ich war froh, dass ich es in einem ganzen Satz heraus bekommen hatte. Er setzte sich neben mich und zog ebenfalls eine Pfeife aus seiner Tasche. „Ich weiß was Ihr meint, doch ist es nur mein Gesicht was dem Herrn Truchsess ähnelt. Für wahr, viel zu oft werde ich für Faramir gehalten und es ist wahrlich nicht leicht. Man könnte sagen es ist eine Bürde! Aber nun sagt mir, wer seid Ihr, holde Maid und was ist Euer Ziel?“
Leicht verwundert begann ich zu erzählen, dass ich auf dem Weg zum verbotenen Weiher sei um mich mit dir zu treffen. Er lauschte gespannt meinen Worten und fiel mir nicht ein einziges mal ins Wort. Ein sehr edler Mann wie mir scheint, man merkt, dass er seine Kindheit bei den Elben
verbracht hat.
„Man bedim len?“ fragte er mich und ich erzählte ihm, dass ich auf schnellstem Wege den Weiher erreichen will. Mir war nicht ganz klar was er meinte, denn nach seinen Worten, sagte er WIR.
„Nin govedich nan Henneth Annûn?“ fragte ich und er antwortete mit einen einfachen „Ja!“ Dann stand er auf und meinte, dass er sich mal ein bisschen Umsehen will. „No tiriel!“ rief er mir zu und verschwand in den dunklen Wald.

Nun sitze ich hier und schreibe dir diesen Brief. Sicherlich werden wir nun doch länger brauchen als zuvor erwartet. Nach meinen Berechnungen werden wir morgen Mittag den Weiher erreichen und ich hoffe, dich dort heil anzutreffen. Für heute werde ich meine Aufzeichnungen beenden. Es war ein ereignisreicher Tag und mein Körper sehnt sich nach etwas Ruhe und Schlaf.
Möge dich die Gunst der Valar beschützen, meine Liebe!

Laielenwen
21.4.06 22:43


Wälder Ithiliens, der 10. Tag des neuen Jahres 3021 3. ZA

Kurze Anmerkung: Dieser Brief ist nicht von Laielenwen geschrieben, aber er ist wichtig für die Handlung. Da es öfters einmal vorkommt, dass Briefe von anderen Personen geschrieben werden, kennzeichne ich diese betreffenden Briefe am Anfang mit einen kurzen Hinweis.
Jaromir an Laylia


Mae govannen, holde Elbenprinzessin!


Ich bitte dich vielmals um Verzeihung, dass du so plötzlich Post von mir bekommst, doch Furchtbares ist diese Nacht passiert!
Du wirst mich doch sicher noch kennen, liebste Laylia, denn meine Abenteuergeschichten fandest du stets interessant, doch weißt du auch von meinem Geheimnis, doch ich bin nicht derjenige um den es jetzt geht.
Für wahr, es könnte auch der Feind sein, der dir diesen Brief schreibt und deswegen weiß ich nicht, wie ich es beweisen soll, dass ich es wirklich bin. Es bleibt wohl keine andere Möglichkeit als mir zu vertrauen sonst wirst du nicht erfahren, was mit Laielenwen passiert ist.

Ich fange am besten ganz von vorn an, denn all die seltsamen Geschehnisse sind mehr als verwirrend. Diese Nacht geschah das Unfassbare. Erst tauchte Gandalf auf, der uns abermals darauf hinwies, die Gegend zu verlassen, da diese zu gefährlich sei. Ich hätte diesen weisen Rat auch befolgt, wenn ich Laielenwen nicht mein Wort gegeben hätte, sie zu begleiten auf ihrer Suche nach Euch!
Gandalf redete lange auf sie ein und doch war sie von ihrem Plan nicht abzubringen. Erfolglos setzte der Weiße Zauberer seinen Weg weiter fort und da sich die Wachen langsam zurückzogen, erklärte Laielenwen, dass dies nun der geeignete Augenblick sei, um in den Weiher einzudringen.

Leider kamen wir nicht weit, denn von allen Seiten stürmten Orks und Uruks herbei. Die Wachen, die sich zurückgezogen hatten, blickten erschrocken zurück und zogen ihre Waffen. Dieser Kampf war von vorn herein hoffnungslos. Ich hätte wissen müssen, dass dies in einer Metzelei enden wird. Laielenwen und ich schlugen uns tapfer. Ein paar der Wachen flohen, da sie sonst nicht überlebt hätten. Ich rief Laielenwen zu, dass wir uns ebenso zurückziehen sollten, doch sie antwortete mir nur: „Ich werde Laylia auf keinen Fall im Stich lassen! Seht Ihr denn nicht? Die Orks wollen den Weiher einnehmen, das darf auf keinen Fall geschehen! Und wenn ich dafür sterbe, ich werde mein Wort nicht brechen.“
Gerade als sie die letzten Worte aussprach kam das, wovon kein Lebewesen in Mittelerde gerechnet hatte. Ich hörte ein kreischendes Quieken und sah zum Himmel hinauf. Ich traute meinen Augen kaum, aber es war tatsächlich ein Nazgûl der da oben in Richtung Laielenwen angeflogen kam. Mein Versuch, ein paar Pfeile auf ihn abzuschießen scheiterte, denn noch mehr gewandter als im Ringkrieg waren dem Nazgûl seine Flügeltiere. Es war schon fast unheimlich wie schnell und gezielt, das große Tier den Pfeilen auswich und dennoch hielt es seine Richtung bei.
Und doch, ein Pfeil traf dann endlich und holte dieses Ungetüm vom Himmel. Doch war nur des Nazgûls Flügeltier erledigt, nicht der Nazgûl selbst. Ich wünschte das alles wäre niemals passiert, denn genau in diesem Moment als der Ringgeist sein Schwert zog und sich Laielenwen gegenüberstellte, griffen mich drei Orks von hinten an, die ich mir nur schwer vom Hals halten konnte.
Ich weiß nicht wie es passiert ist, aber ich hörte einen Schrei, drehte mich um und da sah ich sie...

Du musst nun stark sein, liebe Elbenprinzessin, dies sind keine guten Nachrichten die ich dir erzähle.
Sie lag regungslos auf den Boden, der Nazgûl hatte sie mit seiner Klinge an der linken Schulter verletzt. Es war alles so furchtbar. Mir blieb kaum Zeit mich um sie zu kümmern, da weitere Orks angerannt kamen. Der Weiher war nun mittlerweile vollkommen überrannt und mir tat es leid, daran zu denken, dass auch du, meine Liebe dort drin tot sein würdet.

Doch dann geschah etwas, mit dem keiner gerechnet hätte. Gandalf kam zurück, der das Kampfgeschrei von weitem gehört hatte und sofort umgekehrt war. Er benutzte die Kraft seines Zauberstabes und schlug damit den Ringgeist in die Flucht.
Voller Zorn, über den Tod Laielenwens zogen wir gemeinsam Schwerter und stellten uns den Orks gegenüber. Ich weiß nicht, ob es der Zorn in unseren Augen war, oder ob ihr neuer Herr sie zurückzog weil er anderes vorhatte, jedenfalls flüchteten sie in die Richtung aus der sie auch gekommen waren.

Ich rannte zu Laielenwen und wies Gandalf an, er solle im Weiher nach dir und deinen Leibwachen suchen. Doch reagierte er nicht auf meine Aufforderung und sah sich Laielenwen an. „Sie ist nicht tot, du Narr! Wenn wir sie aber nicht bald nach Minas Tirith schaffen, dann wird sie es sein. Sieh in ihrer Tasche nach, ob sie etwas Königskraut bei sich hat. Es wird helfen die Zeit bis zum Schwinden zu verlängern.“
Ich kramte in ihrer Tasche, fand das Königskraut und einen Bündel Briefe. Ich steckte sie wieder sorgfältig in die Tasche. Gandalf sah mich an und meinte: „Ich bin froh, dass du wenigstens bei ihr warst.“
„Aber ich war keine Hilfe...“
„Nein, nein. Alles ist so wie es sein soll. Sie ist schon einmal durch solch eine Klinge verletzt worden, weiß du, und hat dennoch überlebt. Es ist ihr Schicksal, dass sie durch eine Klinge Mordors sterben wird, doch noch nicht jetzt, ihr Wille ist noch zu stark und auch ihr Geist ist kämpferisch, mein Junge. Füge dich deinen Schicksal, denn es ist an dir sie zu begleiten, bei allem was sie vor hat.“
Weise Worte von einem Weißen Zauberer. Dennoch fing ich an über mein Schicksal nachzudenken, aber dazu später.

Die einzige Rettung war, Laielenwen sicher zur Festung zu bringen. Gandalf machte sich deswegen sofort auf den Weg. „Ich werde dir jemanden schicken, der ein Pferd für dich dabei hat. Komm auf schnellstem Wege zur Feste!“ wies er mich an und noch bevor ich die Worte sagen konnte, die ich dachte, sagte er: „Ich weiß wovor du dich fürchtest. Es ist nicht einfach, aber du musst dazu stehen wer du bist. Das dich deine Mutter als Säugling weggeben hat, aus Angst um dich vor deinem Vater, dafür kannst du nichts, also sei kein Narr und reite nach Minas Tirith! Erwarte den Pferdebringer zum Nachmittag.“ Das waren seine letzten Worte, bevor er sich auf den Weg machte.

Und da stand ich nun, ich sah zum Eingang des verbotenen Weihers und fragte mich warum Gandalf nicht nach dir gesehen hat. Ich beschloss der Sache selbst nach zugehen.

Drinnen war alles stark verwüstet, aber dennoch konnte ich nirgendwo eine Leiche sehen. Ich ging tiefer hinein und kam in das Zimmer was wohl deines gewesen sein muss. Ich sah in den Kamin und fand Aufzeichnungen von dir. An den Spuren konnte man erkennen, dass sie dir jemand gewaltsam entrissen haben muss. Ich konnte nicht mehr viel erkennen, doch es reicht um zu wissen, dass du in Sicherheit bist.

Nun denn, es ist allerlei schreckliches passiert und dennoch hat sich alles zum Guten gewendet. Ich werde Gandalfs Rat folgen und nach Minas Tirith gehen. Als ein Gefährte Laielenwens kann ich sie nicht im Stich lassen. Du weißt um mein Geheimnis und kannst dir sicher vorstellen, dass es nicht leicht für mich sein wird. Du hast mein wahres Ich stets geheimgehalten und nun bitte ich dich es auch nicht Laielenwen zu erzählen, falls sie je wieder gesund werden sollte.
Viel zu groß wird die Aufruhr in Gondor sein, wenn heraus kommt, das ich, Jaromir, Denethors Sohn nach Minas Tirith reite. Die Leute werden mir nachsagen, dass ich nur nach Minas Tirith komme um Faramir, sein Amt als Statthalter streitig zu machen. Du weißt das es nicht so sein wird. Jetzt, wo Mutter und Vater tot sind, werden auch die Leute ihr Schweigen brechen, welche damals von Mutter bezahlt worden sind, ihren Mund zu halten. Ich verstehe es bis heute nicht warum Mutter mich als Säugling weggeben hat. Was wäre so schlimm daran gewesen wenn Faramir und ich als Zwillinge aufgewachsen wären? Ich verstehe das alles nicht. Wie gerne hätte ich zusammen mit meinen Brüdern nach Drachen gejagt oder die Schule geschwänzt um Angeln zu gehen, aber dies sollte mir verwährt bleiben. Ist dies etwa auch mein Schicksal?
Wenigstens hat meine Mutter das richtige getan indem sie mich zu dir, in den Düsterwald geschickt hat. Einen besseren Ort zum aufwachsen kann man sich für wahr nicht vorstellen.

Wie wird es wohl heißen wenn ich die Tore der Festung hindurchschreite? „Der verlorene Bruder ist wieder aufgetaucht!“ werden die Leute untereinander tuscheln und es wird sicherlich keine 2 Tage dauern bis die Nachricht in ganz Gondor verbreitet ist.
Oft habe ich mit deinem Vater über dieses Thema geredet und er sagte mir, dass wenn die Zeit gekommen ist, er eine Truhe für mich hat, die ihm meine Mutter damals mit auf den Weg gegeben hatte. Nun sag mir, weißt du etwas davon?

Für wahr, Anspruch auf das Amt des Truchsess habe ich schon, da ich von uns beiden der Erstgeborene bin, dennoch möchte ich diese Stellung niemals annehmen. Gandalf hat mir erzählt, dass Faramir und seine Frau Éowyn sehr glücklich miteinander seien und ich möchte keinesfalls diesen Frieden stören.

Für heute nun werde ich meine Aufzeichnungen beenden. Ich werde mich auf den Weg machen und den Pferdebringer entgegen laufen.

Gib auf dich acht Laylia!
22.4.06 15:52


9. Tag nach der Jahreswende 3021, 3. ZA

Alae!


Vor 4 Stunden ist die Sonne aufgegangen. Meine Hoffnungen schwinden, ich glaube nicht, dass wir zur Mittagsstunde Henneth Annûn erreichen. Seltsames ist die Nacht passiert und ich vermag es kaum aufzuzeichnen.

Es muss Mitternacht gewesen sein als seltsame und unheilvolle Geräusche aus der Umgebung zu hören waren. Jaromir wachte sofort auf und sah sich um. Leider mag er zwar ein Freund der Elben sein, doch Augen wie jene besitzt er nicht. Es war unmöglich in der Dunkelheit etwas zu erkennen. Kommt es nur mir so vor, oder werden die Nächte dunkler? Kein leuchten der Sterne, etwas Böses scheint seinen Schleier darüber zu ziehen.
Als es langsam heller wurde, sah auch ich mich um und entdeckte ein paar Meter von uns ein Lager. Es müssen Orks gewesen sein, denn kein anderes Volk Mittelerdes vermag die Natur so zu verschmutzen.
„Wir müssen stets wachsam bleiben. Am besten hält einer von uns immer Wache!“ schlug Jaromir vor und ich willigte ein.
Wir machten uns schleunigst auf den Weg, doch schon bald wurden wir erneut aufgehalten. Jemand verfolgte uns, er war kein Verfolger böser Absichten, ich konnte dies spüren. Es war Mithrandir! Völlig überrascht starrten wir ihn an und er erzählte uns, dass wir schleunigst diese Gegend verlassen sollten. Mordor sei von Orks erobert worden und dort züchten sie wilderes Getier als Uruks.
Ich erzählte ihm nichts von unseren Absichten zu dir zu kommen, denn sicher wäre er damit nicht besonders einverstanden gewesen. Du kennst ja den weißen Zauberer! Zum Glück war der Waldläufer so schlau und erzählte Gandalf ebenfalls nichts. Dennoch gingen die beiden ein paar Schritte gemeinsam und erzählten über vielerlei Dinge. So sehr ich mich auch anstrengte, ich konnte nichts verstehen und mit der Sprache rückt Jaromir bestimmt nicht raus. Dafür kenn ich ihn mittlerweile.
Es schien so als würden sich die beiden kennen. Für jeden anderen wäre es gewesen als stehe der Hauptmann Faramir vor ihnen, aber nicht so bei Mithrandir.

Nachdem uns Gandalf noch mal eindringlich davor gewarnt hatte, unseren Weg fortzusetzen, machte er sich auf den Rückweg. Ich habe keine Ahnung, welch Weg er einschlägt, doch denke ich mir, dass er zu dir will.
Leicht bedrückt sah mich Jaromir an und fragte mich, ob ich dennoch meinen Weg fortsetzen möchte.
„Auf jeden Fall. Mag kommen was kommt. Ich werde mein Wort halten. Noch nie habe ich meine Freunde im Stich gelassen!“ sprach ich.
„Dann werde ich mit Euch kommen, zwei Waldläufer sind besser als einer. Ihr habt mein Schwert!“
„Und Euren Bogen!“ erwiderte ich um die ganze Situation ein bisschen aufzuheitern.
„Ihr habt die zwei Dolche vergessen, die ich stets bei mir trage.“ antworte er mit einem schelmischen Grinsen.
„Zwei Waldläufer die dafür gerüstet sind eine ganze Horde Uruks und Orks zu erschlagen, die Gewissheit, dass wir ganz sicher welche Erschlagen und das Ziel das wir wahrscheinlich von jenen erschlagen werde. Worauf warten wir dann noch? Machen wir uns auf den Weg!“ sprudelte es fröhlich aus mir heraus.

Es war nur ein Fußmarsch von einer Stunde bis wir den geheimen Weg fanden, der direkt zum Weiher führt. Nun werden wir aber zu einer Pause gezwungen, denn Wachen versperren uns den Weg.
Ich kann sie sehen. Es sind Männer der Armee Gondors. Dein Vater hat wahrlich schwere Geschütze aufgefahren, meine Liebe! Es ist fast unmöglich da unbemerkt hineinzugelangen.

Jaromir, sagt, es gäbe noch einen Weg, der zum Wasserfall führt. Niemand kennt ihn außer die Waldläufer. Leider kann er sich nicht mehr daran erinnern wo genau dieser Pfad beginnt. Für wahr, da sitze ich hier nun und schreibe deinen Brief und dennoch sind wir nur ein paar Meter voneinander getrennt.

Etwas rührt sich...
Da... melde mich wieder...
No tir.....
22.4.06 16:46


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